MÜNSTER. Münster hat ein großes Geldproblem. Die Stadt verhängt deshalb mit sofortiger Wirkung eine Haushaltssperre. Grund dafür sind deutlich geringere Einnahmen, mit denen die Stadt im kommenden Jahr rechnen kann. Besonders kritisch sieht es bei den Zahlungen des Landes aus. Münster sollte 2027 eigentlich rund 95 Millionen Euro an sogenannten Schlüsselzuweisungen bekommen. Nach einer neuen Berechnung werden es aber voraussichtlich nur etwa 2,8 Millionen Euro sein. Ein Desaster. Denn der Stadt fehlen damit mehr als 92 Millionen Euro. Dieses Geld kann nicht einfach an anderer Stelle ersetzt werden. Die Stadt muss deshalb ihre geplanten Ausgaben überprüfen und nach Möglichkeiten suchen, weniger Geld auszugeben. Genau hier kommt die Haushaltssperre ins Spiel. Sie bedeutet nicht, dass Münster ab sofort überhaupt kein Geld mehr ausgeben darf. Der beschlossene Haushalt bleibt bestehen. Aber bei neuen Ausgaben wird jetzt genauer hingeschaut. Ausgaben müssen teilweise einzeln geprüft ...
MÜNSTER. Kaum einer kann es sich heute noch vorstellen, aber es ist wirklich wahr: Münster hatte mal eine Straßenbahn. Ältere Münsteraner erinnern sich noch daran – manche sogar mit Wehmut. Und nicht wenige halten es inzwischen für einen Fehler, dass sie abgeschafft wurde. Der letzte Weg der Straßenbahn. Sie wurde zum Stadthaus 3 gefahren. Foto: Stadtwerke Münster. Es war der 3. November 1954, als die letzte Straßenbahn durch Münster fuhr. Dabei hatte die „Elektrische“ seit 1901 zum Stadtbild gehört. Aus zunächst drei Linien war ein rund zwölf Kilometer langes Schienennetz geworden, das viel genutzt wurde. Kein Wunder: Es verband wichtige Teile der Stadt mit dem Zentrum und dem Hauptbahnhof und beförderte zeitweise rund fünf Millionen Fahrgäste im Jahr. Manche Münsteraner fuhren täglich mit „ihrer“ Straßenbahn. Nach den schweren Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs stand die Stadt allerdings vor der Frage, ob sie das beschädigte Netz wiederaufbauen sollte. Sie entschied si...