MÜNSTER. Es war ein ungewöhnlicher Moment im Großen Haus des Theaters Münster. Statt in Kostümen betraten die Künstler am vergangenen Sonntagabend die Bühne in pinkfarbenen Warnwesten. Auf Transparenten waren die Forderungen „Sicherheit“ und „Würde“ zu lesen. Das Publikum staunte, denn es erwartete die Vorstellung „Die Schwäne“. Doch zunächst wurde gestreikt: 15 Minuten lang. Der Protest richtet sich gegen die Folgen des bevorstehenden Intendanzwechsels. Zur Spielzeit 2027/28 übernimmt Neil Barry Moss die Generalintendanz. Zahlreiche Beschäftigte müssen damit rechnen, dass ihre Verträge nicht verlängert werden. Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA), die zum Streik aufgerufen hat, will auf eine Praxis aufmerksam machen, die an deutschen Theatern seit Langem üblich ist. Der Theaterstreik soll den Kahlschlag verhindern. Foto: GDBA. Besonders hart trifft es das Tanztheater. Elf von zwölf Ensemblemitgliedern sind nach den vorliegenden Angaben von einer...
MÜNSTER/COERDE. Früher kamen sie mit ihren Autos hierher, vollbepackt mit Müll aus Garten und Haushalt. Sie fuhren zum Müllberg, öffneten den Kofferraum und warfen alles auf einen Haufen: Rasenschnitt und Küchenabfälle, alte Möbel, Schutt und Steine. Einfach alles. Mit jeder Fuhre wuchs der Berg wieder ein Stück weiter. Für viele wurde die Fahrt dorthin zu einem richtigen Erlebnis. Man kam an, lud ab, sah anderen beim Abladen zu – und fuhr wieder nach Hause. Manche haben den fauligen Geruch von damals noch heute in Kopf und Nase. Heute ist der einstige Müllberg ein Naturparadies. Foto: Siegmund Natschke. Heute ist derselbe Ort eine andere Welt. Wo einst Hausrat, Gartenabfälle und der Bauschutt landeten, umweht frischer Wind nun Gräser und seltene Kräuter. Auf den rekultivierten Hängen weiden Schafe. finden Bienen Nahrung, und Vögel steuern die offenen Flächen an. Zwischen Kies, Sand und Totholz finden sogar Zauneidechsen ideale Lebensbedingungen. Am Fuß der Deponie stehen Bäum...