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"Störtebekers Rache": Atmosphärische Herbstlektüre bei einem Glas Ostfriesentee!

  Mich freut es sehr, dass die Organisatorinnen des Albachtener "Bücher-Plausches", Renate Rave-Schneider und Andrea Timm, meinen neuen Sylt-Krimi "Störtebekers Rache" gelesen und für gut befunden haben. Hier kommt ihre Rezension, für die ich mich herzlich bedanke: Kürzlich habe ich Siegmund Natschkes Sylt- Krimi "Störtebekers Rache" , erschienen im Juno dieses Jahres, in einem Rutsch durchgelesen, was aufgrund der packenden Erzählung auf zweiundsiebzig Seiten auch nicht sonderlich schwer fiel. Der atmosphärisch dichte, sprachlich fulminante Krimi kommt mit halbwegs wenig Personal aus: Da sind die Ermittler Lars Labrador und Carina,(nicht nur von der Insel Sylt, sie kommt aus Berlin), da ist ein Toter Jens Holm, ein Typ namens Rum- Ralle und der Treibholz- Schnitzer Fietje und schließlich Hannes Klumpjes, der immer mehr in den Mittelpunkt des Geschehens rückt ab Seite 39. Seine Geschichte beginnt in den achtziger Jahren auf der nahegelegenen Insel  Rømø , ...
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Theaterstreik gegen den Kahlschlag

  MÜNSTER. Es war ein ungewöhnlicher Moment im Großen Haus des Theaters Münster. Statt in Kostümen betraten die Künstler am vergangenen Sonntagabend die Bühne in pinkfarbenen Warnwesten. Auf Transparenten waren die Forderungen „Sicherheit“ und „Würde“ zu lesen. Das Publikum staunte, denn es erwartete die Vorstellung „Die Schwäne“. Doch zunächst wurde gestreikt: 15 Minuten lang. Der Protest richtet sich gegen die Folgen des bevorstehenden Intendanzwechsels. Zur Spielzeit 2027/28 übernimmt Neil Barry Moss die Generalintendanz. Zahlreiche Beschäftigte müssen damit rechnen, dass ihre Verträge nicht verlängert werden. Die Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA), die zum Streik aufgerufen hat, will auf eine Praxis aufmerksam machen, die an deutschen Theatern seit Langem üblich ist.   Der Theaterstreik soll den Kahlschlag verhindern.  Foto: GDBA. Besonders hart trifft es das Tanztheater. Elf von zwölf Ensemblemitgliedern sind nach den vorliegenden Angaben von einer...

„Monte Scherbelino“: Vom Müllberg zum Naturparadies

MÜNSTER/COERDE. Früher kamen sie mit ihren Autos hierher, vollbepackt mit Müll aus Garten und Haushalt. Sie fuhren zum Müllberg, öffneten den Kofferraum und warfen alles auf einen Haufen: Rasenschnitt und Küchenabfälle, alte Möbel, Schutt und Steine. Einfach alles. Mit jeder Fuhre wuchs der Berg wieder ein Stück weiter. Für viele wurde die Fahrt dorthin zu einem richtigen Erlebnis. Man kam an, lud ab, sah anderen beim Abladen zu – und fuhr wieder nach Hause. Manche haben den fauligen Geruch von damals noch heute in Kopf und Nase. Heute ist der einstige Müllberg ein Naturparadies.  Foto: Siegmund Natschke. Heute ist derselbe Ort eine andere Welt. Wo einst Hausrat, Gartenabfälle und der Bauschutt landeten, umweht frischer Wind nun Gräser und seltene Kräuter. Auf den rekultivierten Hängen weiden Schafe. finden Bienen Nahrung, und Vögel steuern die offenen Flächen an. Zwischen Kies, Sand und Totholz finden sogar Zauneidechsen ideale Lebensbedingungen. Am Fuß der Deponie stehen Bäum...

Ivo Henningsen ist tot

 Mit Bestürzung haben viele -ich auch- gelesen, dass Ivo Henningsen tot ist. Zum Gedenken an ihn veröffentliche ich hier nochmal meinen Artikel, den ich 2019 über ihn geschrieben habe: „ Golf ist geil!“, sagt Ivo Henningsen klipp und klar. Er ist schlicht begeistert vom Spiel mit dem kleinen Ball. Am Freitag war Henningsen noch glücklicher als sonst: Er eröffnete seine eigene „Driving Range“, eine Golf -Übungsanlage, die auch die Besucher mehr als zufrieden stellen konnte. Ivo Henningsen hat jetzt seinen eigenen Golfplatz. Fotos: Siegmund Natschke. Ein Traum wurde wahr für Henningsen: Schon lange Zeit hatte er das Projekt im Kopf und suchte nur nach einem geeigneten Grundstück. Hier an der Kanalstraße auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Berning hat er es gefunden. Etwa 2 Hektar groß ist es: Genug Platz, um die Golfträume zu verwirklichen. Auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Berning ist nun eine "Driving Range" zu finden. „Alle Golfspieler wollen sich verbessern“, mein...

Kunst trifft Medizin: Formen und Farben in der Zahnarztpraxis

 NIENBERGE. Sonntags zum Zahnarzt? Ja! Das wollten am Sonntag in Nienberge viele, denn in der Zahnarztpraxis Dr. Groß in der Kurneystraße hieß es wieder „Kunst trifft Medizin“: Dieses Mal stellte die Künstlerin Gabriele Spitthöver aus. Sie zeigte über vierzig Arbeiten von sich und stellte sie unter das Motto „Impressionen & Phantasie“. Gabriele Spitthöver (li. ) und Dr. Tilman Groß (re.) eröffneten die Ausstellung "Impressionen & Phantasie". Foto: Natschke.  „ Meine künstlerische Tätigkeit besteht seit vielen Jahren, und es ist für mich ein Bedürfnis, meine Inspirationen in Form und Farbe auszudrücken.“, erklärte sie. Viele kennen sie von den „Freien Künstlern Nienberge“, wo sie seit vielen Jahren Mitglied ist. Dort ist auch Dr. Tilman Groß auf sie aufmerksam geworden, und prompt war die nächste Künstlerin für seine Veranstaltungsreihe gewonnen: “ ´Kunst trifft Medizin´ machen wir alle ein bis drei Jahre,“ erklärte Groß bei einem Rundgang. Spitthöver zeigte sich bege...

Foto des Tages: Schilder-Chaos am Aasee

 Was wollen uns diese Schilder sagen? Selbst ohne wilde Graffiti und Sponti-Aufkleber ist das schwer zu sagen. Das Foto des Tages stammt von den Aasee-Treppen und ist zugleich eine Bitte an die Stadt, hier tätig zu werden. Foto: Siegmund Natschke Anzeige -- Das Buch zur Krise: Siegmund Natschke: "1929-Menschen im Crash". Roman. Jetzt im Buchhandel.

Haushaltssperre: CDU will Akteneinsicht

 MÜNSTER. Die CDU-Fraktion hat jetzt bei Oberbürgermeister Tilman Fuchs (Grüne) Akteneinsicht zur Finanzkrise der Stadt beantragt, da die Antworten auf ihre Anfragen von Fuchs und Kämmerin Christine Zeller (ebenfalls Grüne) "nicht oder nicht vollständig" beantwortet worden seien. Die CDU will Akteneinsicht. Foto: Siegmund Natschke. Dabei geht es vor allem um die für 2027 eingeplanten Schlüsselzuweisungen des Landes. Die Stadt hatte dafür mit 95 Millionen Euro gerechnet. Wegen der inzwischen bekannt gewordenen Fehlplanung bleiben davon nach Angaben der CDU nur 2,88 Millionen Euro übrig. „Wir warten weiterhin auf eine vollständige schriftliche Beantwortung unserer Fragen. Die beantragte Akteneinsicht erfolgt vorsorglich und ergänzend und ersetzt die verlangten Antworten nicht“, sagte der Fraktionsvorsitzende Stefan Weber. Die CDU will nun die Unterlagen sehen, die zu der Planung geführt haben. Die Fraktion will vor allem erfahren: Wie kam die Stadt auf die 95 Millionen Euro? We...

Rollstuhlfahrer angezündet: Täterin wird in Münster verhaftet

  MÜNSTER/HAGEN. Dieser Fall hat bundesweit für Bestürzung gesorgt: Eine junge Frau hatte in Hagen einen 67jährigen Rollstuhlfahrer mit Benzin übergossen und angezündet. Inzwischen wurde sie in Münster von einer Spezialeinheit verhaftet. Die 18-Jährige sitzt wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Das Opfer schwebt in Lebensgefahr und liegt in einer Spezialklinik. Ein 67jähriger Rollstuhlfahrer wurde Opfer eines Brandanschlages.  Foto: Siegmund Natschke. Für die 18-Jährige endete die Flucht in Münster. Nach intensiven Ermittlungen der Hagener Mordkommission und der Staatsanwaltschaft Hagen wurde die junge Frau dort von Einsatzkräften der Spezialeinheit vorläufig festgenommen. Warum sie sich ausgerechnet in Münster aufhielt, ist bislang nicht bekannt. Fest steht: Die 18-Jährige stammt nicht aus Münster und wohnt auch nicht in der Stadt. Das bestätigten die Polizeipressestellen in Münster und Hagen. Welche Spezialeinheit den Zugriff durchführte, wird ...

Rave-Schneider liest: Alex Schulmanns „Jetzt beginnt das Leben“

  Die bekannte Rezensentin und Literaturveranstalterin Renate Rave-Schneider hat für „Münster täglich“ wieder geschmökert. Heute bespricht sie Alex Schulmanns Roman „Jetzt beginnt das Leben“: Den soeben auf Deutsch erschienenen Roman von Alex Schulman habe ich mit Spannung und stets wachsendem Interesse gelesen. Schon " Verbrenn all meine Briefe" von ihm, mit dem ihm in Schweden bereits 2018 der Durchbruch als literarischer Autor gelang, hatte mich begeistert. Renate Rave-Schneider rezensiert Alex Schumanns "Jetzt beginnt das Leben". Fotos: RRS. Ich vermutete richtig, dass es sich auch dieses Mal wieder um eine Art Kammerspiel im familiären Rahmen handeln würde mit dem Schwerpunkt auf den psychologischen Beziehungsgeflechten zwischen den wenigen Personen. Carl Magnus Alexander , kurz Alex Schulman, 1976 in Hemmesdynge geboren, ist der Enkel des bekannten Autors Sven Stolpe. Er ist Autor, Journalist, Blogger sowie TV- und Radioproduzent; studiert hat er in S...

Münster verhängt die Haushaltssperre - was das bedeutet

 MÜNSTER. Münster hat ein großes Geldproblem. Die Stadt verhängt deshalb mit sofortiger Wirkung eine Haushaltssperre. Grund dafür sind deutlich geringere Einnahmen, mit denen die Stadt im kommenden Jahr rechnen kann. Besonders kritisch sieht es bei den Zahlungen des Landes aus. Münster sollte 2027 eigentlich rund 95 Millionen Euro an sogenannten Schlüsselzuweisungen bekommen. Nach einer neuen Berechnung werden es aber voraussichtlich nur etwa 2,8 Millionen Euro sein. Ein Desaster. Denn der Stadt fehlen damit mehr als 92 Millionen Euro. Dieses Geld kann nicht einfach an anderer Stelle ersetzt werden. Die Stadt muss deshalb ihre geplanten Ausgaben überprüfen und nach Möglichkeiten suchen, weniger Geld auszugeben. Genau hier kommt die Haushaltssperre ins Spiel. Sie bedeutet nicht, dass Münster ab sofort überhaupt kein Geld mehr ausgeben darf. Der beschlossene Haushalt bleibt bestehen. Aber bei neuen Ausgaben wird jetzt genauer hingeschaut. Ausgaben müssen teilweise einzeln geprüft ...