MÜNSTER. Zur Nachnutzung des alten Polizeipräsidiums am Friesenring erreichte "Münster täglich" ein Leserbrief von Rüdiger Sagel, "Münsters Generalanzweifler" und ehemaliger NRW-Landtagsabgeordneter: "Die Debatte um die Nachnutzung des alten Polizeipräsidiums Münster am Friesenring wird immer mehr zu einer politischen Farce. In einer Stadt mit massivem Wohnungsmangel müsste die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum oberste Priorität haben. Stattdessen entsteht der Eindruck, dass der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB NRW) vor allem nach dem Prinzip der maximalen Erlössteigerung handelt. Das mag evtl. betriebswirtschaftlich nachvollziehbar sein, steht aber klar im Widerspruch zum öffentlichen Auftrag, landeseigenes Vermögen am Gemeinwohl auszurichten. Bezahlbaren Wohnraum im alten Polizeipräsidium fordert Rüdiger Sagel. Foto: Siegmund Natschke Irritierend ist aktuell zudem, dass die CDU in der Landesregierung abtaucht und Grüne-Landtagsabgeordnete öff...
MÜNSTER. Eigentlich sollten hier rund 500 Wohnungen entstehen, dazu Kitas, Gastronomie, Nahversorgung und Büros. Eigentlich. Auf dem ehemaligen Klosterareal "Friedrichsburg" zwischen Weseler Straße und Kolde-Ring soll eines der größten neuen Stadtquartiere Münsters entstehen. Doch derzeit ist von diesem Vorhaben auf dem Gelände kaum etwas zu erblicken, nur eine grüne Wiese ist zu sehen. Der Hochbau hat noch immer nicht begonnen, der Tiefbau allerdings auch nicht. Lediglich ein paar Baumaterialien wurden abgelegt. Bauarbeiter? Fehlanzeige. LKWs? Fehlanzeige. Totenstille. Achja: In der Ferne sind zwei Kräne zu sehen. Doch die rühren sich nicht. Hier tut sich nichts. Warum tut sich an der Friedrichsburg nichts? Fotos: Siegmund Natschke Dabei sind die planerischen Voraussetzungen längst geschaffen. Der Bebauungsplan wurde 2022 beschlossen, die Baugenehmigung folgte am 21. Mai 2024. Mehr als zwei Jahre später wartet das Projekt weiterhin auf den eigentlichen Baubeginn. Inves...