Direkt zum Hauptbereich

Autogrammjagd in Münster und darüber hinaus: Dr. Peter Kreverts Highlights aus fünf Jahrzehnten Sammelleidenschaft - Teil 8: Extrembergsteiger Reinhold Messner

MÜNSTER. Dr. Peter Krevert ist Jäger – Autogrammjäger. Von Prominenten will er vor allem eines: ihre Unterschrift. Seit 52 Jahren schon hat Krevert sich diesem spannenden Hobby verschrieben, und seit bald zwei Jahrzehnten organisiert er Autogrammausstellungen. Die meisten seiner bedeutendsten Sammelobjekte konnte der gebürtige Münsterländer in seiner nordrhein-westfälischen Heimat und nicht zuletzt auch in Münster ergattern, denn hier lebte und arbeitete er über lange Zeit. Auf „Münster täglich“ gibt es ab sofort die Geschichten zu den Autogrammen zu lesen. In Teil 8 geht es um den italienischen Extrembergsteiger Reinhold Messner.



Reinhold Messner schrieb sein Autogramm in den Bestseller "Alleingang Nanga Parbat". Fotos: Archiv Dr. Peter Krevert.

Im Jahr 1991 bot sich dem renommierten Autogrammsammler Dr. Peter Krevert die einmalige Gelegenheit, ein begehrtes Autogramm von der Bergsteiger-Legende Reinhold Messner zu ergattern. Wie der Zufall so will, kam der nämlich zu einer Buchvorstellung in eine alteingesessene Buchhandlung auf der Salzstraße, gefolgt von einer Signierstunde. Messner war zu dieser Zeit schon längst weltberühmt und zu einer lebenden Legende geworden.

Der Südtiroler  galt damals schon als der erste Mensch, der alle 14 Achttausender der Erde ohne zusätzlichen Sauerstoff bestieg – eine Wahnsinns-Leistung. Auch mit seiner Solobesteigung des Mount Everest machte er sich unsterblich und prägte mit diesem außergewöhnlichem Wagemut das allgemeine Verständnis von Extrembergsteigen. Neben seiner Bergsteigerkarriere ist Messner aber auch Autor, Politiker und Museumsgründer, und er setzt sich unermüdlich für  Umwelt- und Naturschutz ein. 

Klar, dass unser Autogrammsammler Dr. Peter Krevert da nicht lange fackelte und für die begehrte Unterschrift einiges in Kauf nahm.

„Schon vor seiner Ankunft waren alle Stühle besetzt, und ich musste wegen des riesigen Andrangs die ganze Zeit stehen.“, erinnert  er sich. Viele Besucher  hätten auch ältere Messner-Bücher im Gepäck gehabt, und es habe „ewig gedauert“, bis auch Krevert an der Reihe gewesen sei, schließlich dann aber doch vor der Bergsteiger-Legende stand und ihm in die Augen sah. 

Und obwohl die Menschenmenge sich gespannt um den prominenten Gast drängte, blieb der ausgesprochen cool und konnte inmitten der literarischen Atmosphäre sein Publikum sichtlich begeistern. „Seelenruhig und gleichbleibend freundlich erfüllte er sämtliche Wünsche.“, meint Krevert anerkennend: „Seitdem verfolge ich bis heute mit regem Interesse seinen weiteren Werdegang.“

Reinhold Messner zeigte sich in Münster von einer bodenständigen Seite, die die Herzen seiner Fans eroberte und Autogrammjäger wie Dr. Peter Krevert mit einer unvergesslichen Erinnerung beschenkte.







Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

McDonalds: Neues Restaurant in Münster?

  MÜNSTER. Die Gerüchte verdichten sich, und jetzt bekam „Münster täglich“ die entscheidende Stellungnahme von McDonalds Deutschland: Offenbar möchte die Fast-Food-Kette in Münster eine neue Filiale eröffnen – zumindest aber im Umland. Für die Domstadt wäre es die fünfte. Jeder weiß es: Bisher gibt es die Schnellrestaurants an der Ludgeristraße, an der Rudolf-Diesel-Straße und am Bahnhof (Berliner Platz). Außerdem gibt es einen „McDrive“ an der Weseler Straße. Nun ist Expansion angesagt. Bis 2027 soll es weltweit sage und schreibe 50.000 Filialen geben. Auch Deutschland ist von den ehrgeizigen Plänen betroffen. Und Münster. McDonalds plant neue Filialen. Foto: Siegmund Natschke. So werde aktuell in Deutschland eine Expansionsstrategie mit der Eröffnung von etwa 500 weiteren Restaurants verfolgt, heißt es von der McDonalds-Pressestelle auf Anfrage von „Münster täglich“: „Im Rahmen unserer Expansionspläne sind wir fortlaufend an neuen, wirtschaftlich vielversprechenden Standorten im...

Sprakel: Gaststätte „Sandruper Baum“ schließt – und öffnet

  SPRAKEL. Ganz Sprakel stand kurzzeitig unter Schock: Die traditionsreiche Gaststätte „Sandruper Baum“ schließt für immer ihre Pforten, hieß es. Und in der Tat: “Unsere Zeit ist hier zu Ende.“, hieß es von den Pächtern Holger und Brigitte Pohlkamp in einem emotionalen Facebook-Post: “Nach siebzehn und erfolgreichen Jahren heißt es nun Abschied nehmen.“ Mit einem weinenden und einem lachenden Auge schließe man die Türen der Gaststätte „Sandruper Baum“. Ein Ort, der dank den Gästen so viel mehr gewesen sei als ein Arbeitsplatz. Denn: “Wir durften unzählige liebe Kunden begrüßen und begleiten, wundervolle Hochzeitsfeiern, liebevolle Geburtstage, feuchtfröhliche Vereinsveranstaltungen und so viele besondere Momente miterleben.“ Jede einzelne davon bliebe in bester Erinnerung. Und so schließt der Post: “Danke für siebzehn Jahre voller Begegnungen, Geschichte und Genuss. Danke für alles!“ Die Gaststätte "Sandruper Baum" schließt vorübergehend ihre Pforten. Foto: Siegmund Natschke...

Steinfurter Straße: Münster bekommt einen neuen Stadtteil

 MÜNSTER. Münster hat 45 Stadtteile, davon sind achtzehn „Außenstadtteile“, die nicht im inneren Stadtbezirk liegen. Jetzt soll einer hinzukommen. Und zwar direkt an der Steinfurter Straße, kurz vor der Abzweigung zur Austermannstraße, ganz nah am Leonardo-Campus und dem Technologiepark. Nur wenige Meter entfernt von der ehemaligen Eislaufhalle, wo jetzt eine bekannte Fast-Food-Kette ihren „Drive in“ hat. Noch gibt es hier Äcker und Landwirtschaft. Doch niemand sollte sich etwas vormachen: Es wird ein Vorhaben der Superlative. Hier entsteht der neue Stadtteil. Foto: Stadt Münster. Noch sind hier Felder und Äcker zu sehen, doch das ist bald vorbei.  Fotos: Siegmund Natschke. A uf einer Fläche von rund 48,5 Hektar werden mehr als 2.000 neue Wohnungen, dazu etwa 1.000 Apartments für Studierende und Auszubildende gebaut. „So könnten rund 6.000 Menschen zukünftig ein neues Zuhause finden.“, heißt es von der Stadt. Zudem sollen hier 4700 Arbeitsplätze entstehen. Wie das alles k...