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100 Jahre Fischbrathalle


MÜNSTER. Vor hundert Jahren brachte Familie Meyer ein Stück von ihrer Heimat an der Nordsee in Münsters Altstadt, das bis heute geblieben ist: In der Fischbrathalle an der Schlaunstraße ganz in der Nähe der Aa werden seit 1926 frische Fischgerichte serviert. Anlässlich dieses Jubiläums hat Oberbürgermeister Tilman Fuchs die Inhaberfamilie Meyer  in den Friedenssaal eingeladen. Dort zeichnete er Geschäftsführer Till Meyer mit der Silbernen Rathausgedenkmünze aus.

Die Fischbrathalle wird hundert Jahre alt. Fotos: Siegmund Natschke

„Die Fischbrathalle zählt zu den ältesten Familienbetrieben in Münster“, sagte Fuchs beim Empfang. „Dieser Gastronomiebetrieb ist ein bemerkenswertes Beispiel für gelebte Familientradition und Beständigkeit, da er sich bis heute in der Hand der Gründerfamilie Meyer befindet.“

 Im Anschluss trug sich Till Meyer in das Goldene Buch der Stadt Münster ein und nahm einen Schluck aus dem Goldenen Hahn.

Die Geschichte der Fischbrathalle begann am 15. Mai 1926, als Otto und Lina Meyer nach ihrem Umzug von Bremerhaven nach Münster ihr Restaurant an der Schlaunstraße 8 eröffneten. Neu entwickelte Kühltechnik ermöglichte es damals erstmals, frischen Fisch nach Münster zu transportieren. Das traditionsreiche Restaurant wird inzwischen in vierter Generation von der Familie Meyer geführt. Besonderen Wert legt das Unternehmen dabei auf Nachhaltigkeit, Qualität und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Die Zutaten werden regional gekauft, die Kartoffeln etwa vom Hof Greiwing in Coerde, die Milchprodukte vom Hof Große Kintrup in Handorf. Die Fische stammen aus Qualitätsbetrieben.

 Till Meyer (2.v.l.), Geschäftsführer der seit 100 Jahren bestehenden Fischbrathalle, erhielt  die Silberne Rathausgedenkmünze aus den Händen von Oberbürgermeister Tilman Fuchs (l). Auch seine Eltern Astrid und Michael Meyer, die das Unternehmen bis 2023 geführt hatten, waren bei der Verleihung im Friedenssaal dabei. Foto: Stadt Münster/MünsterView.

Der weitaus größte Teil der Fische sei Wildfang, heißt es von der Fischbrathallen-Familie. Der ist besonders schmackhaft und macht das Ganze zu einem echt münsterländischen Gericht.

Münsteraner wissen und lieben es: Die Portionen in der "Fischbrathalle" sind üppig und schmecken "töfte". Ganze Generationen geben sich hier die Klinke in die Hand und kommen immer wieder hierher. Und das hat sich herumgesprochen. Von nah und fern kommen die Gäste. Und manch einer aus dem hohen Norden ist, so munkelt man, auch schon zum Fan geworden. Die "Fischbrathalle" ist eben ein kulinarisches Unikat, das seinesgleichen sucht und immer wieder ausgezeichnet werden müsste.

                    Text: Stadt Münster/ Siegmund Natschke.

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