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Und es gibt sie doch: Grünanlagen am Universitätsklinikum

 MÜNSTER. Hitze, hohe Temperaturen, und kein Ende ist in Sicht. Auch für die Patienten und Mitarbeiter des Uniklinikums Münster (UKM) ist das eine Qual. Nicht wenige vermissen gerade jetzt ein bisschen Grün und hohe Bäume, die Schatten spenden, kurz: einen Krankenhausgarten. Moment, einen was? Seit vielen Jahren vermisst man genau den an den Bettentürmen. Doch dass es überhaupt kein Grün rund um das UKM gibt – das ist und bleibt ein modernes Märchen.

Zutreffend ist, dass unser historisch gewachsener Campus nicht über eine einzelne zentrale Park- oder Gartenanlage verfügt.“, räumt Lukas Wiedau von der Pressestelle des Universitätsklinikums ein. Aber: „Stattdessen stehen unseren Patientinnen und Patienten, Besuchenden sowie Mitarbeitenden zahlreiche dezentrale Grün- und Aufenthaltsflächen zur Verfügung.“

 

Insgesamt umfassten die begehbaren Grünflächen auf dem Campus rund 39.000 Quadratmeter. Zum Vergleich: Ein Fußballfeld misst etwa 7.000 Quadratmeter.
Auch an der Hautklinik gibt es einen großen Park. Foto: Siegmund Natschke


Die Anlagen sind verteilt, damit aber zugleich von unterschiedlichsten Kliniken und Einrichtungen auf dem sehr weitläufigen Campus gut erreichbar. Zu den größten vom UKM gepflegten Flächen gehörten etwa die an den folgenden Einrichtungen:

 

  • Lindenpark ca. 7500 m²

  • Psychiatrie ca. 1500 m²

  • Zahnklinik ca. 1600 m²

  • Augenklinik ca. 1100 m²

  • Dekanat ca. 2800 m²

  • Verwaltung Rückseite ca. 2000 m²

  • Hautklinik (an der Von-Esmarch-Straße) links und rechts von der Einfahrt inkl. Teichanlage ca. 19.900 m²

    Seit 1925 gibt es das Universitätsklinikum, das anfangs quer über das Stadtgebiet verteilt war. Ende der 70er wurden die Bettentürme gebaut, die 1983 eröffnet wurden. Damals sollten sie den allerneuesten Stand der medizinischen Versorgung gewährleisten – auch architektonisch. Eine zusammenhängende Park- oder Gartenanlage – daran hatte offenbar niemand gedacht.

    Dennoch gibt es viele kleine, grüne Alternativen, so dass Patienten und Mitarbeiter auch bei hohen Temperaturen mal durchatmen können.

(C) Siegmund Natschke

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