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Vollsperrung zwischen Nienberge und Häger – das sind die Alternativen

 

NIENBERGE-HÄGER/GREVEN. Für Häger ist das -erstmal- eine Hiobsbotschaft, und auch für die Pendler aus Greven: Schon ab Montag (18. August) gibt es eine Vollsperrung der Hägerstraße zwischen Nienberge und Häger. Das kündigte Straßen.NRW an. Die Dauer der Sperrung ist ungewöhnlich lang, sie hält bis zum 19. Dezember diesen Jahres an. Grund für die rigide Maßnahme sind notwendige Sanierungsmaßnahmen an der Fahrbahn sowie eine Neugestaltung des parallel verlaufenden Bürgerradweges. Kostenpunkt: 2,4 Millionen Euro. 

 Dass beides notwendig ist, bestreitet keiner. Aber: „Die Kommunikation ist, vorsichtig formuliert, suboptimal“, meinte Nienberges Ratsherr Meik Bruns (CDU), denn die Ankündigung der Vollsperrung sei mit nur einer Woche Vorlauf erfolgt. Das hat Konsequenzen: “Vor allem aus der Landwirtschaft höre ich die Bedenken, dass die Ausweichverkehre über die Wirtschaftswege zu Verkehrsproblemen führen.“ Denn: “Es ist nun Mais- Erntezeit.“ 

Die großen Mähmaschinen nutzten nämlich zunehmend diese Wirtschaftswege, und ihr verstärktes Befahren während der Bauzeit führe dazu, dass auch die Abnutzung größer werde. Viele der Wege seien schon jetzt in einem schlechten Zustand, nun kämen auch noch der Begegnungs- und Ausweichverkehr hinzu.

Die Hägerstraße wird ab der Kreuzung Altenberger Straße gesperrt. Foto: Siegmund Natschke.

In der Tat ist die Informationspolitik von Straßen.NRW lückenhaft. So blieb auch eine Anfrage von „Münster täglich“ nach Umleitungen unbeantwortet. Dabei geschehe die abschnittsweise Erneuerung der Fahrbahn in Absprache mit der Feuerwehr, wie die Stadt uns gegenüber betont. Die „Erreichbarkeit“ durch Ausweichrouten sei also durchaus gesichert.

Was sind das aber für mögliche Fahralternativen? „Münster täglich“ führt sie hier einmal auf:


Über Altenberge (für den Autoverkehr)

    Der offizielle Umleitungsverkehr wird großräumig über Altenberge geführt.

    Empfehlung: Es lohnt sich, die B 54 oder die L 510 in Richtung Altenberge zu nutzen, um die Sperrzone zu umfahren. Eine Planung mit GPS oder Online-Kartendienst ist sinnvoll.

    Eine Umleitung führt über Altenberge. Foto: Siegmund Natschke

Für Radfahrer

Für den Radverkehr wird eine Umleitung über nahegelegene Straßen eingerichtet. Konkrete Straßennamen werden von den offiziellen Stellen aber noch nicht genannt.

Vorsicht: Die erste Phase der Vollsperrung betrifft insbesondere den Abschnitt zwischen Altenberger Straße und Hochherzweg. Der Einsatz eines digitalen Fahrrad-Navi mit verfügbaren Straßen ist ratsam.

Großräumige Umfahrung / Alternativroute

    Wenn man völlig ohne Einschränkungen fahren will, ist es sinnvoll, eine Umfahrung über Altenberge, eventuell von dort weiter über Greven oder Nordkirchen zu wählen, soweit es die Zielrichtung zulässt. Eine längere Strecke, die aber oft stressfrei ist.

ÖPNV

    Die Linie 5 fährt laut aktueller Informationen weiterhin regulär. Dennoch: Bitte auf kurzfristige Änderungen achten – die Seite der Stadtwerke ist hilfreich (www.stadtwerke-muenster.de).

    Sprakel

  1. Letztlich ist auch das Fahren über Kinderhaus und die Straße „Am Max-Klemens-Kanal“ möglich. Auch die kleinen Straßen in Sandrup und der Dorfbauerschaft sind nicht betroffen, ebensowenig wie die Gasselstiege. Wer nach Greven will, fährt am besten über Sprakel und die Grevener Straße, immer geradeaus bis nach Gimbte.

(C) Siegmund Natschke


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