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Lebenshaus Handorf: Zuhören, sprechen, singen und unterstützen

 

HANDORF. Das „Lebenshaus“ in Handorf ist ein Hospiz – und ein Ort der Hoffnung. Seit nunmehr 25 Jahren besteht es schon und hat nach eigenen Angaben schon über 3500 sterbenskranke Menschen begleitet. Es kümmert sich aber ebenso um die Angehörigen, die stets willkommen sind. Zum offenen Konzept der Einrichtung gehören auch regelmäßige Veranstaltungen und Aktionen.

Regelmäßige Veranstaltungen gehören zum offenen Konzept des Lebenshauses. Foto: Siegmund Natschke.

Als die Clownin „Lisette“ alias Lias Bohren-Harjes über die Flure des Hospizes „Lebenshaus“ spaziert und allerlei Schabernack im Sinn hat, huscht ein Lächeln über die Bewohner. Manch einer ist zu einem Gespräch bereit. Das ist nicht selbstverständlich. Denn sie sind todkrank, haben Schmerzen. „Die meisten leiden an einer unheilbaren Tumorerkrankung“, erklärte Hospizleiterin Lisa Scheper auf einem Sommerfest des Lebenshauses. Viele Gäste waren gekommen. „Das freut uns riesig“, so Scheper. Ist an einem solchen Ort Unbeschwertheit möglich? Fast könnte der Eindruck entstehen, wenn man nur der Musik lauschen würde. Wie etwa die vom Chor „da capo“. Davor hatten die Sängerinnen von „Fräulein Werse“ ihren Auftritt. Viele Gespräche entstanden, zwischen den Besuchern oder mit den Mitarbeitern. Und auch einige der zehn Bewohner des Hauses waren zugegen. „Nicht alle sind bettlägerig“, so die Leiterin der Einrichtung. Egal wie der Gesundheitszustand von ihnen auch ist, sie werden respektvoll behandelt, nicht nur an diesem Tag. „Sie werden bei uns Hospizgäste genannt“, erklärte Lisa Scheper, sie würden physisch, psychisch, sozial und spirituell im Haus betreut. Auch die Angehörigen und Freunde der unheilbar Kranken würden Unterstützung erhalten.

Das Haus ist groß: Fünfzig Mitarbeiter, haupt- wie ehrenamtliche, hat die Einrichtung.

Wir haben einen guten Personalschlüssel“, so die Leiterin. Das gewährleiste eine gute Betreuung. Das Lebenshaus ist mit vielen Lebensgeschichten verbunden. Die Kranken, die Angehörigen, die Mitarbeiter, die Nachbarn, alle haben irgendeine Verbindung zum Hospiz. „Wir wollen Ängste abbauen“, meinte die Einrichtungsleiterin. Regelmäßige Veranstaltungen sind Teil dieses Konzeptes.

Die nächste findet am 18. August (Sonntag) statt. Dann lädt das Lebenshaus zum Tag des offenen Hospizgartens ein (12-17 Uhr).


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