Direkt zum Hauptbereich

Landesgartenschau in Höxter: Blühendes Naturerlebnis in historischem Ambiente

 HÖXTER. Ein Ausflug nach Höxter ins Weserbergland lohnt sich: Der idyllische Ort verwandelt sich bis zum 15. Oktober 2023 in ein blühendes Paradies und lockt Besucher zu einer ganz besonderen Zeitreise auf den Spuren des Weser-Medicus und heilkundiger Mönche. Die nordrhein-westfälische Landesgartenschau präsentiert die charmante Stadt als geschichtsträchtigen Ort am Wasser mit einem weitläufigen Gartenschaugelände, das den Stadtwall, die Weserpromenade und das Welterbe Schloss Corvey miteinander verbindet.

Die Landesgartenschau verbindet blühendes Naturerlebnis mit historischem Charme. Foto: Landesgartenschau Höxter gGmbH


Das Herzstück der Gartenschau ist der Remtergarten, in dem das Wissen der Benediktinermönche wieder zum Leben erweckt wird. Hier gedeihen Heilkräuter, Arzneipflanzen und eine Vielzahl an Geophyten, wie Alium oder Iris. „Ein botanisches Schatzkästchen“, wie Magdalene Winkelhorst, als Landschaftsarchitektin verantwortlich für das grüne Paradies in Höxter, begeistert beschreibt.


Im Archäologiepark wird die Geschichte einer mittelalterlichen Stadt, auch als "Pompeji Westfalens" bekannt, lebendig. Hier praktizierte einst der berühmte „Chirurg von der Weser“, einer der ersten Augenärzte überhaupt. Sein damaliges Operationsbesteck wurde bei Ausgrabungen entdeckt, mit ihm ist schon vor Jahrhunderten der Graue Star behandelt worden.

Entlang der üppigen Weseraue schlängeln sich Wege vorbei am Lilien-Tal und einer beeindruckenden 160 Meter langen Flechthecke, die als natürlicher Zaun aus Weidezweigen fungiert. Die Flanier-Promenade bietet die Möglichkeit, Stufen hinunter ans Wasser zu nehmen oder auf der längsten Sitzbank Nordrhein-Westfalens mit 70 Metern Länge zu verweilen und vorbeifahrende Dampfer und Schiffe zu beobachten.

Die Gartenschau in Höxter bietet jedoch weit mehr als nur blühende Flächen. Über 1000 Veranstaltungen, darunter Konzerte, Lesungen, Theateraufführungen, Sportangebote und Workshops, lassen keine Langeweile aufkommen. Das kulturelle Programm "Stadt Land Fluß – Luftikuss" lockt mit renommierten Künstlern aus nah und fern.

Nicht nur die Landesgartenschau selbst, sondern auch das Weserbergland hält weitere Attraktionen bereit, wie das Porzellanschloss Fürstenberg, den Weserradweg oder den Freizeitsee Godelheim. Das 31 Hektar große Gartenschaugelände zwischen NRW, Niedersachsen und Hessen ist somit nur der Ausgangspunkt für eine vielfältige Entdeckungsreise.

Die Landesgartenschau in Höxter verspricht eine einzigartige Kombination aus Geschichte, Natur und Erlebnis. Blühende Gärten, historischer Charme und ein facettenreiches Programm für Groß und Klein versprechen ein einzigartiges Naturerlebnis, das gar nicht so weit entfernt liegt . 



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

McDonalds: Neues Restaurant in Münster?

  MÜNSTER. Die Gerüchte verdichten sich, und jetzt bekam „Münster täglich“ die entscheidende Stellungnahme von McDonalds Deutschland: Offenbar möchte die Fast-Food-Kette in Münster eine neue Filiale eröffnen – zumindest aber im Umland. Für die Domstadt wäre es die fünfte. Jeder weiß es: Bisher gibt es die Schnellrestaurants an der Ludgeristraße, an der Rudolf-Diesel-Straße und am Bahnhof (Berliner Platz). Außerdem gibt es einen „McDrive“ an der Weseler Straße. Nun ist Expansion angesagt. Bis 2027 soll es weltweit sage und schreibe 50.000 Filialen geben. Auch Deutschland ist von den ehrgeizigen Plänen betroffen. Und Münster. McDonalds plant neue Filialen. Foto: Siegmund Natschke. So werde aktuell in Deutschland eine Expansionsstrategie mit der Eröffnung von etwa 500 weiteren Restaurants verfolgt, heißt es von der McDonalds-Pressestelle auf Anfrage von „Münster täglich“: „Im Rahmen unserer Expansionspläne sind wir fortlaufend an neuen, wirtschaftlich vielversprechenden Standorten im...

Sprakel: Gaststätte „Sandruper Baum“ schließt – und öffnet

  SPRAKEL. Ganz Sprakel stand kurzzeitig unter Schock: Die traditionsreiche Gaststätte „Sandruper Baum“ schließt für immer ihre Pforten, hieß es. Und in der Tat: “Unsere Zeit ist hier zu Ende.“, hieß es von den Pächtern Holger und Brigitte Pohlkamp in einem emotionalen Facebook-Post: “Nach siebzehn und erfolgreichen Jahren heißt es nun Abschied nehmen.“ Mit einem weinenden und einem lachenden Auge schließe man die Türen der Gaststätte „Sandruper Baum“. Ein Ort, der dank den Gästen so viel mehr gewesen sei als ein Arbeitsplatz. Denn: “Wir durften unzählige liebe Kunden begrüßen und begleiten, wundervolle Hochzeitsfeiern, liebevolle Geburtstage, feuchtfröhliche Vereinsveranstaltungen und so viele besondere Momente miterleben.“ Jede einzelne davon bliebe in bester Erinnerung. Und so schließt der Post: “Danke für siebzehn Jahre voller Begegnungen, Geschichte und Genuss. Danke für alles!“ Die Gaststätte "Sandruper Baum" schließt vorübergehend ihre Pforten. Foto: Siegmund Natschke...

Steinfurter Straße: Münster bekommt einen neuen Stadtteil

 MÜNSTER. Münster hat 45 Stadtteile, davon sind achtzehn „Außenstadtteile“, die nicht im inneren Stadtbezirk liegen. Jetzt soll einer hinzukommen. Und zwar direkt an der Steinfurter Straße, kurz vor der Abzweigung zur Austermannstraße, ganz nah am Leonardo-Campus und dem Technologiepark. Nur wenige Meter entfernt von der ehemaligen Eislaufhalle, wo jetzt eine bekannte Fast-Food-Kette ihren „Drive in“ hat. Noch gibt es hier Äcker und Landwirtschaft. Doch niemand sollte sich etwas vormachen: Es wird ein Vorhaben der Superlative. Hier entsteht der neue Stadtteil. Foto: Stadt Münster. Noch sind hier Felder und Äcker zu sehen, doch das ist bald vorbei.  Fotos: Siegmund Natschke. A uf einer Fläche von rund 48,5 Hektar werden mehr als 2.000 neue Wohnungen, dazu etwa 1.000 Apartments für Studierende und Auszubildende gebaut. „So könnten rund 6.000 Menschen zukünftig ein neues Zuhause finden.“, heißt es von der Stadt. Zudem sollen hier 4700 Arbeitsplätze entstehen. Wie das alles k...