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Ausstellung in Albachten: Wenn sich Kunst und Wort zusammentun

 ALBACHTEN.  Am Samstag fand in Albachten eine ganz außergewöhnliche Vernissage statt, die unter dem Motto "Kunst & Wort" vielseitigen Kulturgenuss garantierte. Im  Matthias-Claudius-Haus versammelten sich Kunstliebhaber, Autoren und Musikbegeisterte, um gemeinsam das Werk der  Künstlerin Angelina Wendt zu bewundern.

 Renate Rave-Schneider, Mitbetreiberin des Albachtener Bücher-Plausch, eröffnete die Veranstaltung. Seit 2018 organisiert sie gemeinsam mit Andrea Timm regelmäßige Treffen, bei denen Bücher diskutiert und auch Autorenlesungen veranstaltet werden. Heute begrüßte das kreative Duo die deutsch-flämische Acryl-Malerin Angelina Wendt  und feierten mit ihr die Vernissage ihrer Ausstellung. Musikalische Klänge gab es vom Blues-Experten Wolf Taylor. 

Angelina Wendt beeindruckte mit ihren ausdrucksstarken Malereien. Fotos: R. Rave-Schneider/Privatarchiv Angelina Wendt

 "Kunst& Wort" - das wurde zu einer sehr vielschichtigen Verbindung zwischen den Acrylbildern von Angelina Wendt, den lyrischen Werken der  Wortkünstler Sybille Lengauer (vorgetragen von  Franziska Timm), Andrea Timm und Dieter Radtke sowie der Live-Musik von Wolf Taylor. Die verschiedenen Kunstformen berührten offensichtlich  thematische Schnittmengen, die von gesellschaftspolitischen bis hin zu spirituellen Themen reichten, wie etwa der Sinnlosigkeit von Gewalt oder der Harmonie von Natur und Kunst.


Renate Rave-Schneider wiederum präsentierte einfühlsam die Biografie von Angelina Wendt, die 1957 in Brüssel geboren wurde und deren Lebenswege schließlich nach Münster führten. Dort war sie als Director of Human Ressources im Hotel Mövenpick am Aasee tätig und entdeckte in der Acryl-Malerei eine Quelle der seelischen Ausgeglichenheit und Stärkung- als nie versiegende Kraftquelle. Die Bilder von Angelina Wendt zeugen dabei stets von Vielseitigkeit und berühren den Betrachter auf verschiedenen Ebenen. Sie vermitteln eine heilsame Ruhe und regen unprätentiös zum Nachdenken an.

In ihrer Rede zitierte Renate Rave-Schneider die Worte von Mascha Kaleko, die scheinbar perfekt zu den tiefgründigen Bildern von Angelina Wendt passten: "Mein schönstes Gedicht? Ich schrieb es nicht. Aus tiefsten Tiefen stieg es. Ich schwieg es." Diese Worte verdeutlichten, dass die Kunst von Angelina Wendt aus einer tiefen Quelle entspringt und ihre Schöpferkraft widerspiegelt.

Passend zur Thematik der Künstler und deren kreativen Prozesse präsentierte Wolf Taylor seine Songs, die die Hörer auf eine inspirierende Klangtour mitnahmen.

. Seine Eigenkompositionen bestachen einmal mehr durch Tiefsinn, Wortwitz und musikalische Genialität.

Im weiteren Verlauf des Tages zeigten dann auch die  Wortkünstler Sybille Lengauer (vorgetragen durch Franziska Timm) , Andrea Timm und Dieter Radtke mit ihren Lesungen, wie souverän sie mit dem Medium Sprache umgehen. Eine gute Idee war es, dass die Texte der Autoren auch auf dem Büchertisch des Bücher-Plausches auslagen und mitgenommen werden konnten, um die inspirierenden Werke noch einmal in Ruhe nachzulesen.

Der Höhepunkt der Veranstaltung war zweifellos der Kunst-Rundgang mit der Künstlerin Angelina Wendt persönlich. Die Gäste hatten die einzigartige Gelegenheit, ihre Gedanken und Inspirationen hinter den ausgestellten Werken noch besser zu verstehen und eine tiefere Verbindung zu ihnen herzustellen.

Die Vernissage im Matthias-Claudius-Haus war ein voller Erfolg und wird sicherlich als ein beeindruckendes Erlebnis in Erinnerung bleiben. Dank des Engagements von Renate Rave-Schneider und Andrea Timm sowie der großartigen Künstler wurde dieser Tag zu einem unvergesslichen Ereignis für alle Kunstliebhaber in Albachten.


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