Direkt zum Hauptbereich

400 Unterschriften gegen illegalen Müll

 KINDERHAUS. Tobias Wand fasst seine Eindrücke der letzten Wochen zusammen: „Der Prinzipalmarkt wird herausgeputzt, aber Münsters Norden darf weiter vermüllen. Es reicht endgültig mit dieser Gleichgültigkeit gegenüber uns Kinderhausern.“ Auf Initiative des Unternehmers Boris Glowotz haben Bürger aus Kinderhaus tagelang Unterschriften gegen die zunehmende Vermüllung in ihrem Wohnumfeld gesammelt. Mehr als 400 Unterschriften sind inzwischen zusammengekommen.


Illegaler Müll ist ein großes Problem in Kinderhaus.Foto: Siegmund Natschke

Die Kinderhauser CDU und viele andere Bürger haben dabei geholfen. Zum Beispiel Münsters Stadtchronist Henning Stoffers: „Hier muss es endlich intensive Kontrollen des Ordnungsamtes geben – damit endlich Schluss ist mit dem Dauersperrmüll.“ Das Ganze gehe auch zu Lasten der engagierten Mitarbeiter der AWM. „Auch das finde ich untragbar“.

Kinderhauser Bürger haben rund 400 Unterschriften gegen illegale Müllentsorgung gesammelt, darunter v.l.n.r.: Dr. Tobias Wand, Lisa Wand, Dr. Hans-Georg Geissdörfer, Ingrid Senbert, Lothar Wypryczik, Henning Stoffers, Babette Lichtenstein van Lengerich. Foto: pd.

 

Ingrid Senbert von der CDU Kinderhaus ist viel in der Schleife unterwegs. Sie hat vor allem die Kinder im Blick: „Was für ein deprimierendes Leben, wenn ein Kind in der Schule Abfalltrennung lernt und auf dem Heimweg sieht es, wie Erwachsene achtlos ihren Müll in die Gegend werfen?“

 

Nach der ablehnenden Haltung des Ratsbündnisses in den Fachausschüssen hinsichtlich der von CDU und FDP vorgeschlagenen Kontrollmaßnahmen befürchten die Kinderhauser, dass auch bei der entscheidenden Sitzung am Mittwoch im Hauptausschuss außer einem Arbeitskreis nichts beschlossen wird. „Das wäre ein weiteres fatales Signal der Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen in Kinderhaus“, so CDU Ratsfrau Babette Lichtenstein van Lengerich.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

McDonalds: Neues Restaurant in Münster?

  MÜNSTER. Die Gerüchte verdichten sich, und jetzt bekam „Münster täglich“ die entscheidende Stellungnahme von McDonalds Deutschland: Offenbar möchte die Fast-Food-Kette in Münster eine neue Filiale eröffnen – zumindest aber im Umland. Für die Domstadt wäre es die fünfte. Jeder weiß es: Bisher gibt es die Schnellrestaurants an der Ludgeristraße, an der Rudolf-Diesel-Straße und am Bahnhof (Berliner Platz). Außerdem gibt es einen „McDrive“ an der Weseler Straße. Nun ist Expansion angesagt. Bis 2027 soll es weltweit sage und schreibe 50.000 Filialen geben. Auch Deutschland ist von den ehrgeizigen Plänen betroffen. Und Münster. McDonalds plant neue Filialen. Foto: Siegmund Natschke. So werde aktuell in Deutschland eine Expansionsstrategie mit der Eröffnung von etwa 500 weiteren Restaurants verfolgt, heißt es von der McDonalds-Pressestelle auf Anfrage von „Münster täglich“: „Im Rahmen unserer Expansionspläne sind wir fortlaufend an neuen, wirtschaftlich vielversprechenden Standorten im...

Sprakel: Gaststätte „Sandruper Baum“ schließt – und öffnet

  SPRAKEL. Ganz Sprakel stand kurzzeitig unter Schock: Die traditionsreiche Gaststätte „Sandruper Baum“ schließt für immer ihre Pforten, hieß es. Und in der Tat: “Unsere Zeit ist hier zu Ende.“, hieß es von den Pächtern Holger und Brigitte Pohlkamp in einem emotionalen Facebook-Post: “Nach siebzehn und erfolgreichen Jahren heißt es nun Abschied nehmen.“ Mit einem weinenden und einem lachenden Auge schließe man die Türen der Gaststätte „Sandruper Baum“. Ein Ort, der dank den Gästen so viel mehr gewesen sei als ein Arbeitsplatz. Denn: “Wir durften unzählige liebe Kunden begrüßen und begleiten, wundervolle Hochzeitsfeiern, liebevolle Geburtstage, feuchtfröhliche Vereinsveranstaltungen und so viele besondere Momente miterleben.“ Jede einzelne davon bliebe in bester Erinnerung. Und so schließt der Post: “Danke für siebzehn Jahre voller Begegnungen, Geschichte und Genuss. Danke für alles!“ Die Gaststätte "Sandruper Baum" schließt vorübergehend ihre Pforten. Foto: Siegmund Natschke...

Steinfurter Straße: Münster bekommt einen neuen Stadtteil

 MÜNSTER. Münster hat 45 Stadtteile, davon sind achtzehn „Außenstadtteile“, die nicht im inneren Stadtbezirk liegen. Jetzt soll einer hinzukommen. Und zwar direkt an der Steinfurter Straße, kurz vor der Abzweigung zur Austermannstraße, ganz nah am Leonardo-Campus und dem Technologiepark. Nur wenige Meter entfernt von der ehemaligen Eislaufhalle, wo jetzt eine bekannte Fast-Food-Kette ihren „Drive in“ hat. Noch gibt es hier Äcker und Landwirtschaft. Doch niemand sollte sich etwas vormachen: Es wird ein Vorhaben der Superlative. Hier entsteht der neue Stadtteil. Foto: Stadt Münster. Noch sind hier Felder und Äcker zu sehen, doch das ist bald vorbei.  Fotos: Siegmund Natschke. A uf einer Fläche von rund 48,5 Hektar werden mehr als 2.000 neue Wohnungen, dazu etwa 1.000 Apartments für Studierende und Auszubildende gebaut. „So könnten rund 6.000 Menschen zukünftig ein neues Zuhause finden.“, heißt es von der Stadt. Zudem sollen hier 4700 Arbeitsplätze entstehen. Wie das alles k...