MÜNSTER. Münster bekommt eine Beachvolleyball-Halle, aber nicht jeder wird sich darüber freuen können.
Für den Bau einer neuen Beachvolleyball-Halle an der Grevener Straße erhält die Stadt Münster ganze 3,4 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen. Die Halle solle Münsters Position als Volleyball-Spitzenstandort stärken und ein ganzjähriges Training auf Sand ermöglichen, teilt die Stadt mit. Den Förderbescheid nahm Oberbürgermeister Tilman Fuchs bereits am vergangenen Samstag im Rahmen der Mitgliederversammlung des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) von Andrea Milz, Staatssekretärin des Landes Nordrhein-Westfalen, entgegen.
So soll die Beachvolleyball-Halle einmal aussehen. Visualisierung: Stadt Münster.Andrea Milz betonte: „Mit der Förderung des Landes unterstützen wir nicht nur den Spitzen- und Nachwuchsvolleyball in Münster, sondern investieren zugleich in eine moderne, nachhaltige Sportinfrastruktur. Die neue Beachvolleyball-Halle leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Sportstandorts Münster und zeigt, wie Land und Kommune gemeinsam die Rahmenbedingungen für sportliche Spitzenleistungen schaffen können.“
Münster ist seit Jahrzehnten eine Hochburg des Volleyballs – mit großer Tradition, Leidenschaft und Erfolgen. „Die neue Beachvolleyball-Halle stärkt diesen Standort nachhaltig und eröffnet unseren Athletinnen und Athleten beste Trainingsbedingungen, um auch künftig Spitzenleistungen zu erzielen.“, so Milz weiter.
Die Beachvolleyballhalle wird auf dem Grundstück der ehemaligen DJK-Sportschule an der Grevener Straße errichtet. Das teilte die Stadt auf „Münster täglich“-Anfrage mit. Laut Ratsvorlage ist der Baubeginn für das vierte Quartal 2026 geplant, die Fertigstellung ist planmäßig im ersten Quartal 2028 vorgesehen.
Wird die Beachvolleyballhalle auch für die Öffentlichkeit zugänglich, also nutzbar sein? Da winkt die städtische Sprecherin Cordula Spangenberg ab: “Die Beachvolleyballhalle ist ausschließlich für den Sport vorgesehen. Vorrangig nutzt sie der am Standort angesiedelte Bundesstützpunkt mit seinen Kaderathlet*innen im Rahmen der dualen Ausbildung. Perspektivisch soll der Anteil der Beachkaderspieler*innen erhöht werden.“ Ergänzend stünde die Halle leistungssportorientierten Volleyballvereinen der Region sowie dem vom Landessportbund NRW anerkannten Landesleistungsstützpunkt und den Verbandsstützpunkten des Westdeutschen Volleyball-Verbandes (WVV) zur Verfügung.
Also: Die Beachvolleyballschule dient nur dem Leistungssport und ist offenbar nicht für Freizeitsportler gedacht, noch nichtmal für Schulen. Eine große Enttäuschung.
(C) Siegmund Natschke

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