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Serie "Meine besten Geschichten", Teil 20: Der Traum vom eigenen Golfplatz

 

Ich bin jetzt inzwischen über fünfzehn Jahre im Lokaljournalismus. Ein Jubiläum, das mich sehr stolz macht.

Ich habe in dieser Zeit jede Menge erlebt, unzählige Termine gehabt, viele Menschen getroffen und vor allem: ganz viele Artikel geschrieben. Es sind über 10.000 geworden... Eine enorme Zahl, die mein Archiv groß werden lässt. Es sind darunter unheimlich starke und spannende Geschichten, die es lohnen, nochmal erzählt zu werden. Für „Münster täglich“ krame ich ein bisschen in diesem Archiv und hole die besten Geschichten aus fünfzehn Jahren nochmal hervor. Die gibt’s jetzt ab sofort in der neuen Serie „Meine besten Geschichten“ zu lesen: www.muenster-taeglich.de. Weiter geht’s mit Folge 20 und dem Traum vom eigenen Golfplatz...

Golf ist geil!“, sagt Ivo Henningsen klipp und klar. Er ist schlicht begeistert vom Spiel mit dem kleinen Ball. Am Freitag war Henningsen noch glücklicher als sonst: Er eröffnete seine eigene „Driving Range“, eine Golf-Übungsanlage, die auch die Besucher mehr als zufrieden stellen konnte.

Ivo Henningsen hat jetzt seinen eigenen Golfplatz. Fotos: Siegmund Natschke.

Ein Traum wurde wahr für Henningsen: Schon lange Zeit hatte er das Projekt im Kopf und suchte nur nach einem geeigneten Grundstück. Hier an der Kanalstraße auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Berning hat er es gefunden. Etwa 2 Hektar groß ist es: Genug Platz, um die Golfträume zu verwirklichen.

Auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei Berning ist nun eine "Drving Range" zu finden.

„Alle Golfspieler wollen sich verbessern“, meint Henningsen. Auf der Anlage fänden gute Spieler Aufgaben, die für sie schwer wären, und Anfänger solche, die sie motivieren könnten, am Ball zu bleiben. Und dafür stellt er auch eine Torwand auf oder einen Basketballkorb - Kreativität ist gefragt. „Bei diesem Sport ist man nie zufrieden, und das ist gut“, sagt der stolze „Driving Range“-Besitzer, der am Freitag jede Menge Hände schütteln musste. „Glückwunsch, Ivo!“, hörte er nicht nur einmal.

"Glück ist harte Arbeit", sagt der gebürtige Koreaner, der hier zum Gründer geworden ist. Bei ihm geht vieles, weil er weiß, woran er sein Herz verloren hat: "Golf ist die Liebe meines Lebens."

„Wir gucken uns das heute einmal an“, meinte ein älteres Ehepaar. Staunend sah man auch Wolfgang Weikert, den Präsidenten der Vereinigung clubfreier Golfspieler (VCG): „Das ist großartig hier“, meinte er. Er kennt sie alle, die Vorurteile über das angeblich elitäre Spiel. Hier sah er sie widerlegt: „Wenn man Golf zum Volkssport machen will, dann ist das hier der richtige Weg“, befand Weikert, der Henningsen für seine „Zähigkeit“ bei der Verwirklichung seiner Idee lobte.

Idyllisch ist die Anlage. Morgens höre man die Pferde der benachbarten Wiesen, abends sehe man die Fischreiher, so Henningsen, der viel Einfallsreichtum in seine "Driving Range" einbringt. So hat er etwa einen alten VW Santana mit einem Fangkäfig versehen und holt damit die geschlagenen Bälle selbst wieder ein. Generationsübergreifend ist das Konzept, Kinder und Jugendliche sind ausdrücklich angesprochen, das Golfspielen hier zu erlernen. Kurz- und Langspiel sind möglich, eine Beachbar sorgt für entspannte Atmosphäre während der Pausen. Die Anlage ist barrierefrei und für jeden erreichbar. „Wir machen das Unmögliche möglich“, verspricht Henningsen.

Ein Motto, das auch für seinen eigenen Traum stehen könnte, der jetzt Wirklichkeit geworden ist.

                      (C) Siegmund Natschke

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