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Aus dem Kerker nach Münster: Der Graf von Monte Christo

MÜNSTER. Diese Geschichte ist ein Weltklassiker, und jetzt wird sie in Münster aufgeführt: Edmond Dantès wird im post-napoleonischen Frankreich aufgrund einer Intrige verurteilt, obwohl er unschuldig ist. Der junge Seefahrer verliert seine Freiheit und seine große Liebe: Er landet im Kerker, während die Intriganten ihm seine Geliebte Mercedes nehmen und Karriere machen. Nach vierzehn Jahren jedoch glückt Dantès die Flucht.

Der Graf von Monte Christo begeistert im Theater Münster. Fotos: Theater Münster/Bettina Stöß.

Dank eines großen Schatzes kann er von nun an als geheimnisvoller Graf von Monte Christo Rache üben, kann aber seine alte Liebe Mercedes letztendlich nicht zurückgewinnen. Frank Wildhorn, der u. a. mit "Jekyll & Hyde" und "Dracula" Musical-Hits am Broadway landete, komponierte für das Theater St. Gallen 2009 das zeitlose Rache-Epos auf der Grundlage des gleichnamigen Romans von Alexandre Dumas d. Ä. in fulminantem, von E-Gitarren unterlegtem Sound. Jetzt gibt es den „Graf von Monte Christo“ in dieser großen Orchesterfassung im Theater Münster zu sehen und zu erleben.


 Die Inszenierung von Michael Wallner ist dabei ein Leckerbissen für alle Fans historischer Stoffe. Ein Muss für alle, die Abenteuer, Romantik und Musicals lieben. Besonders sehenswert: die opulenten Kostüme von Uta Meenen, die nicht zuletzt in den Gruppenszenen beeindruckend zur Geltung kommen. Hinreißend auch die Doppelrolle von David Arnsperger, der sich vor den Augen des Publikums vom gutmütigen Edmond Dantès in den rachsüchtigen Grafen von Monte Christo verwandelt und dabei auch einen brilianten Gesang abliefert. „Münster täglich“ empfiehlt: Nicht entgehen lassen!


                                (C) Siegmund Natschke

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