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Eine fulminante Hommage an „die Knef“

 MECKLENBECK. „Heute kommt Hildegard Knef in den Hof Hesselmann – da muss ich hin!“, meinte eine ältere Dame am Sonntagnachmittag sehr aufgeregt und sehr gespannt darauf, was sie wohl erwarten würde. Aber war es wirklich „die Knef“, die sich da angesagt hatte, Mecklenbeck mit Chansons und Evergreens zu betören? Nicht ganz: Es war das Duo „Holder Traum“, bestehend aus Ali Grieser (Piano, Akkordeon und Gitarre) und Gerlinde Niedick (Gesang), das der Diva, die schon zu Lebzeiten eine echte Legende wurde, anlässlich ihres 100. Geburtstages eine musikalische Hommage darbrachte. „Liebe und andere Nebensächlichkeiten“ hieß ihr fulminantes Programm, in dem es musikalisch mal lakonisch und trocken, mal zart und berührend vonstatten ging. Die Fans waren begeistert. Einer hatte sogar eigens rote Rosen mitgebracht. Klare Sache, alle warteten auf den Kult-Song „Für mich soll´s rote Rosen regnen“, von dem einst auch die NDW-Band Extrabreit so begeistert war.

Das Duo "Holder Traum" ließ Evergreens der Knef wieder aufleben. Das Publikum hörte gebannt zu. Fotos: Siegmund Natschke.

Der Hof Hesselmann platzte indes aus allen Nähten, und eine frische Ladung weiterer Stühle musste herangekarrt werden. „Die Knef“ zieht auch heute noch. „Sie war eine Jahrhundertkünstlerin“, meinte ein Zuhörer. Für das Duo „Holder Traum“ war dieser angenehme Nachmittag ein wirkliches Heimspiel. Bereits im letzten Jahr gastierte es hier und fand so viel Anklang, das es nun wagte, in der Tenne des Hofes eine eigene Bühne aufzubauen. Für die Knef wurden eben keine Mühen gescheut. Die Belohnung war ein Publikum, das schier begeistert war und leise mitsang. Manch einer wünschte sich diese goldene Zeit des Chansons zurück.



(C) Siegmund Natschke



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